Vier Bereiche, in denen Telemedizin zum Einsatz kommt

Das Gesundheitswesen ist ein Bereich, in dem laufend etwas verändert und verbessert wird. Wir lernen täglich mehr über den menschlichen Körper und was einst als unmöglich galt, ist heute ein Kinderspiel. Es werden ständig neue Medikamente, medizinische Verfahren und Therapien entwickelt, und eine weitere Innovation, die Medizin und Technologie miteinander verbindet, ist die Telemedizin.

Bei der Telemedizin werden Telekommunikationstechnologien und elektronische Informationen dazu genutzt, neben Therapie und Diagnose auch die medizinische Aus- und Weiterbildung, die Unterweisung von Patienten und die Verwaltung der Daten des öffentlichen Gesundheitswesens über große Entfernungen hinweg zu ermöglichen. Dabei kommen unter anderem das Internet, Videokonferenzen, Streaming Media und die drahtlose bzw. die terrestrische Kommunikation zum Einsatz. Im Folgenden nennen wir einige Gründe, warum Telemedizin von so hohem Wert für das Gesundheitswesen ist.

1. Bildung

Medizinische Bildung ist unerlässlich. Ärzte, Chirurgen, Gesundheits- und Krankenpfleger müssen stets über die jüngsten medizinischen Verfahren informiert sein. Mithilfe der Telemedizin kann beispielsweise ein führender Arzt im Bereich der Herz-Thorax-Chirurgie andere Ärzte und Assistenzärzte in seinen Methoden unterweisen, ohne dass einer von ihnen weite Entfernung zurücklegen muss. Anstatt sich Videos und Bücher anzusehen, um bestimmte Verfahren zu erlernen, können Assistenzärzte jetzt per Videokonferenz eine Operation in Echtzeit verfolgen. Wenn ein Arzt zu einer Notoperation gerufen wird, die er noch nie zuvor ausgeführt hat, kann er sie mit Unterstützung eines Kollegen in Angriff nehmen, der ihm per Video-Feed bei der Operation zusieht und berät.

2. Austausch von Informationen

Krankenhäuser können dank der Telemedizin beispielsweise Informationen über außergewöhnliche Fälle austauschen, wenn sie einen Patienten mit ähnlichen Komplikationen haben. Auf diese Weise kann das Gesundheitspersonal die Patienten nicht nur auf bestmögliche Weise versorgen, sondern kann auch schneller handeln, indem nicht lange überlegt werden muss, was zu tun ist, wen man rufen soll, welche Medikamente verabreicht werden sollten und so weiter. Ein solches Vorgehen kann zweifellos viele Patientenleben retten und spart den Krankenhäusern obendrein Geld. Über Internet und Video-Streaming können Ärzte zudem Informationen über neue Krankheiten und Komplikationen austauschen, sobald sie entdeckt werden.

3. Internationale Medizin

Ärzte in aller Welt können jetzt praktisch direkt miteinander kommunizieren, ohne vorher in ein Flugzeug zu steigen. Auch wenn die Behandlungsmethoden von Land zu Land unterschiedlich sind, können Ärzte von den Methoden und Verfahren anderer Länder zweifellos lernen und profitieren. Krankenhäuser in Ländern der Dritten Welt, die unter Umständen nicht über das Wissen und die Mittel zur Behandlung eines Notfallpatienten verfügen, haben jetzt per Videokonferenz die Möglichkeit, sich von einem besser qualifizierten Arzt über die richtige Behandlung eines Patienten informieren zu lassen und dadurch Leben zu retten.

4. Patientenbetreuung über weite Entfernungen hinweg

Ein Patient, der sich durch ein weit entferntes Krankenhaus oder einen weit entfernten Arzt behandeln lassen muss, kann dies dank der Telemedizin auch in seiner Heimatstadt tun. Ärzte können ihren Patienten nützliche Informationen, Testergebnisse und vieles mehr per E-Mail senden. Patienten wiederum können ihrem behandelnden Arzt eine Beschreibung ihrer Beschwerden sowie Bilder und Videos ihrer Krankheit oder ihres Genesungsverlaufs nach einer Operation zusenden. Auch wenn dies nicht ganz so effektiv wie der Besuch einer Arztpraxis ist, so ist es doch ein guter Anfang.

Telemedizin ist ein wertvoller Fortschritt im medizinischen Bereich, der Leben und Gesundheit der Patienten und die Tätigkeit der Ärzte in aller Welt verbessert. Wer weiß, welche Fortschritte auf medizinischem Gebiet als Nächstes erzielt werden?

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Informationen zum Autor Annabel:

Von Annabel Oeler
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Weitere Angaben zum Autor:
2011-07-09

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