Hochzeit - Unterhaltung
DIE HOCHZEIT – UNTERHALTUNG DER GÄSTE
DAS HOCHZEITSLIED
Ein Riesenspaß ist das Hochzeitslied, das Freunde des Brautpaares vortragen. Zu einer bekannten Melodie werden heiter-ironische Verse gedichtet, die von Anekdoten und wichtigen Stationen im (Liebes-)Leben von Braut und Bräutigam berichten. Die Melodie sollte einen Refrain haben, damit die ganze Festgesellschaft mitsingen kann. Die Verssänger lassen sich von einem Gitarristen oder von der Kapelle begleiten. Für diese Rundgesänge eignen sich die meisten Volksweisen.
Hier einige Beispiele:
■ Ein Vogel wollte Hochzeit machen
■ Horch, was kommt von draußen rein?
■ Lustig ist das Zigeunerleben
■ Sabinchen war ein Frauenzimmer
■ Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern
SPIELE UND SKETCHE
Sind die Gäste vom langen Feiern schon ein wenig müde, werden sie wieder munter, sobald Spiele und Sketche auf dem Programm stehen. In zahlreichen Büchern finden Sie Anregungen und Anleitungen. Hier einige Beispiele für Unterhaltungsspiele.
TANZ DER PROMINENTEN
Dieses Tanzspiel bedarf der Vorbereitung vordem Festschreiben Sie auf kleine Zettel (die dann zusammengefaltet werden) die Namen von weiblichen und männlichen
Prominenten. Die gleichen Namen listen Sie paarweise auf, wobei die Paare kunterbunt gemischt sein können. Jede Dame zieht ein Zettelchen mit einem Frauennamen, jeder Herr einen Männernamen. Sind alle Namen verteilt, ruft der Spielleiter die Paare auf, etwa Romeo und Julia, Bill Clinton und Lady Di, Richard von Weizsäcker und Königin Silvia etc. Sind drei Paare auf der Tanzfläche, tanzen sie eine Runde. Dann kommen die nächsten drei Paare dazu. Der Vorgang wird wiederholt, bis alle Paare das Tanzbein schwingen.
DIE HÜTE MÜSSEN WANDERN
Der Spielleiter bittet acht Herren auf die Tanzfläche. Sie nehmen auf acht Stühlen, die im Kreis aufgestellt sind, Platz. Sieben Herren erhalten einen Hut, den sie aufsetzen müssen. Nun beginnt die Musik zu spielen, und die Hüte werden in einer Richtung von Kopf zu Kopf weitergegeben. Plötzlich bricht die Musik ab. Derjenige, der ohne Hut ist, scheidet aus. Nun wird ein Hut weggenommen, und das Spiel beginnt von vorne. Wer zuletzt übrigbleibt, der hat gewonnen und bekommt einen Preis, etwa einen Extratanz mit der Braut oder eine gute Flasche Wein.
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BALLONTANZ
Den Herren wird am Knöchel ein aufgeblasener Luftballon festgebunden. Dann beginnen sie mit einer Dame zu tanzen. Die Paare versuchen nun, gegenseitig den Luftballon zum Platzen zu bringen. Paare, deren Ballon geplatzt ist, scheiden aus. Das Paar, das zuletzt mit einem Luftballon auf der Tanzfläche übrigbleibt, ist Sieger.
STYLING EINMAL ANDERS
Unbemerkt von der Braut und den Hochzeitsgästen muss der Bräutigam ein altes, weißes Hemd, das so ähnlich wie sein Hochzeitshemd aussieht, anziehen. Danach erklären die Freunde der Braut, dass ihr Mann mit diesem Hemd sich nicht sehen lassen könne; es sei überhaupt nicht modisch und müsse dringend ein wenig »gestylt« werden. Sie beginnen nun - zum Entsetzen der Braut und der Gäste -Knöpfe, Manschetten, Hemdkragen abzuschneiden und auch noch Löcher ins Hemd zu schneiden. Dann erklären sie der Braut, jetzt habe sie einen gut gekleideten Bräutigam. Die Erleichterung ist groß, wenn die Braut erfährt, dass das edle Hochzeitshemd unversehrt ist und für den Streich ein altes Hemd verwendet wurde … Schwung in die Hochzeitsfeier bringen auch alte Bräuche, z. B. das Brautstehlen oder die Versteigerung des Brautschuhs (siehe hierzu das Kapitel »Verlobungs- und Hochzeitsbräuche«).
DIE HOCHZEITSZEITUNG
Eine schöne Erinnerung an den glücklichen Festtag ist die Hoch¬zeitszeitung, die an das Brautpaar und die Gäste beispielsweise im Anschluss an das Kaffeetrinken verteilt werden kann. Das »Extrablatt« zum Hochzeitstag wird immer gern gelesen, liefert es doch neuen Gesprächsstoff und lässt die gute Laune ansteigen.
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HOHER ARBEITSAUFWAND
Eine solche Festtagsschrift sollte mit großer Sorgfalt entworfen und gestaltet werden. Die Zeitungsmacher, Geschwister und/oder Freunde, können gar nicht früh genug damit beginnen. Denn das Zusammentragen von Material sowie aller Daten und Fakten über das Brautpaar erfordert viel Zeit. Zuerst bedarf es einer äußerst gründlichen Recherche der Lebensläufe von Braut und Bräutigam. Sammeln Sie Informationen über die Kindheit, die Schulzeit, die Berufsausbildung oder das Studium, über den Beruf, über Hobbys, Vorlieben, Abneigungen und Reisen. Amüsant und interessant zugleich ist es, wenn die Lebensläufe oder auch Eigenheiten der Brautleute gegenübergestellt werden. Für die Leser hochbrisant ist natürlich die Frage, wie die beiden sich kennengelernt haben. Interviewen Sie die Eltern, die Geschwister, Freunde, Verwandten, Nachbarn, Arbeitskollegen und auch das Brautpaar selbst. Braut und Bräutigam sollten bereitwillig Auskunft geben, aber so tun, als ob sie nicht wüssten wofür.
Zur Illustration der Zeitung brauchen Sie Fotos: vom Babyfoto bis zu Aufnahmen vom letzten Urlaub und ganz aktuell vom Polterabend, die man mit einer Sofortbildkamera machen oder bei einem Schnellservice entwickeln lassen kann.
TIPS ZUM INHALT
Meistens wird die Hochzeitszeitung wie eine Tageszeitung von sechs, acht oder mehr Seiten gestaltet. Ob man sie richtig drucken lässt (Kosten!) oder im Kopierverfahren herstellt, der Inhalt sollte eine reizvolle Mischung aus amüsanten und besinnlich-feierlichen Beiträgen sein. Anspielungen oder Sprüche, die kränken könnten, sind fehl am Platz. Gehen Sie mit Takt und Phantasie vor.
Hier einige Beispiele für Themen und Inhalte:
■ Glückwünsche und Sprüche von Familienmitgliedern, Verwandten und Freunden
■ Fingierte Wetter-, Polizei-, Sportberichte mit Informationen über das Neueste vom Brautpaar und den Gästen
■ Leitartikel, Glossen, Kommentare und Reportagen, die sich auf das Brautpaar beziehen
■ Humorvolle Ratschläge für das Eheleben
■ Weise Sprüche von berühmten Persönlichkeiten über Liebe, Glück und Ehe
■ Zukunftshoroskop für Braut und Bräutigam
■ Lustige Kleinanzeigen, die direkt oder indirekt Wissenswertes über das Brautpaar und die Hochzeitsgäste verraten
■ Klatsch und Tratsch
■ »Exklusiv-Interview« mit Braut und Bräutigam
■ Statistiken, Psychotests, Gedichte, Sprichwörter oder allerlei spaßige Geschichten zu den Themen Liebe, Ehe, Hochzeit, Eifersucht und Nachwuchs, die man aus Zeitungen, Zeitschriften und Büchern zusammentragen kann
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