Pfunde runter gleich Form rauf – allgemein gültig oder differenziert zu betrachten
Eine top Zeit beim Laufen oder gute Leistungssteigerungen beim Training – das Körpergewicht ist nur eine von vielen Komponenten, die eine solche Leistungsverbesserung bestimmen. Neben den körperlichen Eigenschaften (Körpergröße, -gewicht, -proportionen) sind auch psychische Voraussetzungen (z.B. Einstellung, Motive, Wille), motorische Komponenten (Kondition und Koordination) sowie deren wechselseitiges Zusammenspiel für eine Spitzenzeit oder Gewichtssteigerung verantwortlich. Dennoch muss es doch Gründe für den Spruch geben, dass man z.B. beim Laufen sagt „die Bleistifte laufen vorne und die Radiergummi hinten.
Gibt es das optimale Gewicht für effektives Training und Leistungssteigerung?! Der BMI ist eine Maßzahl, die das Körpergewicht des Menschen bewertet. Das Gewicht wird durch die Größe in Metern zum Quadrat dividiert. Ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 gilt für Sportler als normal. Zwischen 25,0 und 29,9 besteht Übergewicht. Ab einem BMI von mehr als 30,0 spricht man von Adipositas (Fettsucht). Wobei ein BMI von 18,4 und weniger ein Garant von Untergewicht ist.
In diesem Bereich bewegen sich immer mehr Sportler aus dem Ausdauersektor (Marathon, Triathlon). Aber nicht immer ist ein niedriges Gewicht ein Garant für bessere Leistungen. Man muss individuelle, optimale Verhältnis zwischen Körpergewicht und Leistungsfähigkeit kennen.
Wer schon länger trainiert und einiger an Sporterfahrung sowie ein sensibles Körpergefühl hat, der weiß ziemlich gut, wo sein ideales Körpergewicht liegt um gut im Training oder Wettkampf zu sein.
Der BMI korreliert auch mit dem Körperfettanteil. Normalerweise messen Fachkräfte (z.B. Personal Trainer, Ernährungsberater, Sportmediziner, …) bei sportlichen 20 bis 29 Jahre alten Frauen 17 bis 22 Prozent, bei Männern 11 bis 15 Prozent. Die unterste Grenze, die noch tolerabel ist, liegt bei Frauen zwischen zehn und zwölf Prozent, bei Männern um die sechs bis acht Prozent.
Im Sport geht eine Gewichtsreduktion bis zu einer Grenze ohnehin mit einer verbesserten Leistungsfähigkeit einher. Es muss weniger Gewicht bewegt werden, wodurch sich das Last-Kraft-Verhältnis verbessert.
Zudem spielt der Energiestoffwechsel, der sich bei Gewichtsreduktion verbessert, eine mitwirkende Rolle. Wer tägliche 200 bis 600 Kilokalorien einspart und gezielt trainiert, wird eine signifikante Leistungssteigerung erfahren. Jedoch sollte der Körper weiterhin mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt werden, um keinen Notstand zu signalisieren. Sonst fühlt man sich nur schlapp und langsam statt fit und schnell.
Aber wodurch ist das zu erklären. Nun, für die Muskelarbeit wird der universelle Energielieferant ATP (Adenosintriphosphat) benötigt. ATP gewinnt der Körper über den Sauerstoff verbrauchenden Stoffwechselweg. So wird, bei gleichbleibender Muskulatur, der Sauerstoff besser in die Muskulatur gebracht, wenn man leichter ist. Die aerobe Energiegewinnung im Muskel kann dann effizienter ablaufen. Jedoch ist zu Bedenken zu geben, das bei einer Gewichtsabnahme von mehr als 15 Prozent auch unweigerlich Muskelmasse verloren geht. Und der Verlust von Muskelmasse ist ungünstig. Denn die Stoffwechselökonomie bestimmt die Geschwindigkeit vielmehr als das Gewicht.
Man sollte auch immer noch, bei anhaltendem Trainingsumfang, fit für den Alltag bleiben. Nicht das man im Berufsleben keine Leistung mehr erbringt, weil der Körper regenerieren muss. Denn eine Gewichtsreduktion bei gleichbleibendem intensiven Training stellt für den Körper eine doppelte Belastung dar.
Darüberhinaus führt der übersteigerte Wunsch nach Leistungssteigerung und Schlankheit oft zu extremen Ernährungsweisen. Darum sollte man das Ganze von Fachpersonal (wie z.B. Personal Trainer, Fitness Trainer, Ernährungsberater, Sportmediziner) überwachen lassen und sich auch zurücknehmen in der Erreichung der Ziele, wenn es von Seiten der fachlichen Kompetenz (Personal Trainer, Ernährungsberater, Sportmediziner) angeraten oder sehr nahe gelegt wird. Denn dafür ist z.B. ein Personal Trainer da. Gerade bei Frauen mag der Aspekt, dass sich äußerliche Attraktivität und eine gute sportliche Leistung wünschen, eine handlungsweisende Rolle spielen. So besteht sehr schnell die Gefahr an Magersucht zu erkranken. Denn Magersucht hat schlimme Folgen: Die Knochenmasse nimmt ab, es kommt zu Herzrhythmusstörungen, der Schlaf ist unruhig, die Haut wird schlecht und bei Frauen bleibt die Menstruation aus. Auch die Infektionsanfälligkeit nimmt zu. Alles sollte immer in einem guten Verhältnis stehen. Und schließlich sollten Prävention, Verbesserung der Gesundheit und der Spaß am Sport im Vordergrund stehen und nicht der absolute Leistungswahn um jeden Preis, der auch den Tod beinhalten kann.
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